Alarmzeichen Knochenbruch

Nachgefragt

Mit dem Alter steigt das Risiko für Knochenschwund, auch Osteoporose genannt. Warum dies gefährlich sein kann und was es bei der Therapie Neues gibt, erläutert Professorin Dr. Heide Siggelkow. Die Internistin leitet das Medizinische Versorgungszentrum Endokrinologikum Göttingen.

Frau Siggelkow, warum bereiten Knochenbrüche im Alter so große Probleme?

Siggelkow: Mit steigendem Lebensalter können sie auf Osteo­porose hindeuten. Brechen Knochen aus nichtigen Anlässen, ist dies ein erstes Warnzeichen. Das sollte zum Beispiel beim Stolpern an der Teppichkante und einem Sturz auf den Teppich nicht passieren. Brechen Rückenwirbel, obwohl man nur eine geringe Last hebt, gilt das als absolutes Alarmsignal. Greift man nicht ein, kann es zu noch mehr Brüchen kommen. Bricht beim Oberschenkelknochen der Schenkelhals nahe am Hüftge­lenk, ist das lebensverändernd.

Warum ist ein Oberschenkelhalsbruch, eine Hüftfraktur, gefährlich?

Siggelkow: Dabei kann es zu erhöhtem Blutverlust kommen, bis man nach dem Sturz gefunden wird. Viele Betroffene in höhe­rem Alter sterben infolge der durch den Bruch erforderlichen Operation oder im weiteren Verlauf. Und eine Hüftfraktur heilt nicht perfekt. Zudem bringt sie Schmerzen und Bewegungs­einschränkungen mit sich. Bewegt man sich dann nicht mehr genug, geht jeden Tag Muskulatur verloren.

Wie behandelt man Osteoporose bisher?

Siggelkow: Zeigen ärztliche Untersuchungen, dass wirklich eine Osteoporose den Knochenschwund verursacht, soll die Thera­pie das Bruchrisiko verringern. Dazu werden die Knochen sta­bilisiert. Bist vor Kurzem gab es dafür nur die Bisphosphonate, die sich an Knochen anlagem und deren Abbau bremsen. Ak­tuell haben wir aber verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die den Knochenaufbau stimulieren oder den -abbau hemmen. Zur Basistherapie gehören mehr Bewegung, Muske­laufbau und eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Ver­sorgung. Mit Ärztin oder Arzt sollte man besprechen, ob dazu Vitamin-D- oder Calcium-Präparate nötig werden. Vitamin D bildet man im Alter in der Haut schlechter und kann es kaum mit der Nahrung aufnehmen.

Wie erweitert das neue Osteoporose- Medikament Romosozumab die Therapie?

Siggelkow: Dieser Antikörper hat ein tolles Konzept: Er bindet an das Molekül Sclerostin, das den Knochenaufbau hemmt. Ist Sclerostin nicht wirksam, weil man es durch Romosozumab bindet, läuft vermehrt Knochenaufbau ab. Man kann auch sa­gen: Die Bremse des Knochenaufbaus wird gelöst. Daten zei­gen, dass Romosozumab bei schweren Formen von Osteoporo­se besser wirksam ist als das Standardmedikament Alendronat. Romosozumab spritzt man Patienten einmal im Monat unter die Haut. Das Mittel wird relativ gut vertragen. Es kann zu lo­kalen Reizungen an der Einstichstelle kommen, die aber nach wenigen Tagen heilen. Bekommen sollen Romosozumab nur Patienten mit schweren Formen von Osteoporose mit erhöhtem Bruchrisiko. Diese Personen haben sehr niedrige Werte bei der Knochendichtemessung und meist auch schon Knochenbrüche. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Kann man dann auf bisherige Standardmittel wie Bisphosphonate verzichten?

Siggelkow: Es wird immer eine Anschlusstherapie benötigt. Auch nach dem Einsatz von Antikörpern wie etwa Romosozu­mab setzt man dafür nach ärztlicher Maßgabe Bisphosphonate ein, sonst geht die gesteigerte Knochendichte wieder verloren. Verträgt man die Einnahme von Bisphosphonaten nicht gut, kann man auf verträglichere und ärztlich besser überwachbare zu spritzende Formen ausweichen. Und man muss stets weiter auf Vitamin D, Calcium und genug Bewegung achten. Wich­tig auch: Osteoporose-Therapien beeinflussen immer auch die Zähne. Daher benötigt man regelmäßige zahnärztliche Kontrollen. •

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellt Dr. Frank Schäfer.

15. August 2021 NEUE APOTHEKEN ILLUSTRIERTE 23

 

Jahreshauptversammlung 2020 (Bericht)

Im Saal der Gaststätte Orth in Lenderscheid konnten die Gruppenleiter die stattliche Zahl von 67 Mitgliedern begrüßen. Hans-Jürgen Vaupel führte durch die Tagesordnung und gab zusammen mit Brigitte Vaupel den Bericht für das abgelaufene Jahr ab. Dabei wurden nochmal die Höhepunkte des Jahres herausgestellt. Am Ende des Berichtes bedankten sich die Vorsitzenden herzlich bei allen Gruppenleitungsmitgliedern und Physiotherapeut Thorsten Gerning für die geleistete Arbeit. Elke Hahn informierte über das Geschehen der Nordic-Walking-Gruppe und ermunterte die Mitglieder, dieses Bewegungsangebot zu nutzen. Monika Opfermann berichtete über die Kassenlage und erhielt ein uneingeschränktes Lob der Gruppenleiter und der Kassenprüfer für ihre gewissenhafte Arbeit. 

Nach Entlastung der Gruppenleitung wurde Inge Meiser nach langer Vorstandsarbeit auf eigenen Wunsch verabschiedet. Die Gruppenleitung bedankte sich mit einem Geschenk für die sehr umfangreiche Tätigkeit in den letzten 14 Jahren. 

Danach fanden die Vorstandswahlen für die kommenden 2 Jahre statt. Dabei kam es zu folgenden Ergebnissen (alle einstimmig):

  1. Vorsitzende: Brigitte und Hans-Jürgen Vaupel
  2. Vorsitzende und Kassiererin: Monika Opfermann

Stellvertretender Kassierer: Udo Opfermann

Schriftführer: Heinrich Rohde

Beisitzer: Margot Beckmann, Elke Hahn, Angela Baar, Elisabeth und Harald Thurau

Kassenprüfer: Robert Nickel und Gerhard Baier. 

Hans-Jürgen Vaupel nannte die geplanten Veranstaltungen 2020:

  • 07.2020 Fahrt nach Bad Karlshafen mit 3-Länder-Schifffahrt
  • 07.2020 Treffen am Dorfplatz in Verna um 14:00 Uhr.
  • 09-2020 Infotag im Diakoniezentrum um 14:30 Uhr: Orthopädische Hilfsmittel
  • 11.2020 Frühstück der Wassergymnastik-Teilnehmer
  • 12.2020 Vorweihnachtlicher Nachmittag um 14:30 Uhr in der Gaststätte Orth. 

Höhepunkt war die Ehrung der 22 Mitglieder, die der Gruppe 20, 15, 10 und 5 Jahre angehören. Die Urkunden überreichten die Vorsitzenden an die 13 anwesenden Mitglieder.

20 Jahre: Johanna Haun

15 Jahre: Elisabeth Neubert, Gerlinde Weber, Ursula Pohl, Ursula Schwanke.

10 Jahre: Ursula George, Grete Röhsler, Annelie Barnhart, Anita Heilemann, Vera Jenke, Edeltraud Nuhn, Maria Pfeiffer, Monika Ruppenthal, Brigitte Staab, Ursula Lauterbach, Edda Wilhelm

5 Jahre: Elmar Grösch, Robert Nickel, Irmgard Prisslinger, Heidrun Gawrisch, Rosemarie Helbig und Rosa Ungemach. 

Geehrt wurden auch die fleißigsten Teilnehmer am Funktionstraining, wobei Irmgard Dommaschk und Heini Walther herausragten. 

Neben dem Hinweis auf das 25-jährige Bestehen der Gruppe im kommenden Jahr, das am 23.April 2021 gefeiert werden soll, sowie weiteren Informationen ging man zum gemütlichen Teil über. Neben dem gemeinsamen Essen nutzte man die Möglichkeit, sich im Gespräch auszutauschen und freut sich schon auf die nächsten gemeinsamen Treffen.

Fotos zur JHV siehe Galerie 

Anwesende Geehrte v. l.: GL Brigitte Vaupel, Maria Pfeiffer, Edeltraud Nuhn, Ursula George, Annelie Barnhart, Monika Ruppenthal, Gerlinde Weber, Elisabeth Neubert, Johanna Haun, Grete Röhsler, Robert Nickel, Irmgard Prisslinger, Elmar Grösch, GL Hans-Jürgen Vaupel, Heidrun Gawrisch

Geburtstage 2021

November

01.11. Gerhard Baier

02.11. Dora Matthäus

05.11. Elke Hahn

08.11. Elmar Grösch

09.11. Elfriede Metz

09.11. Thea Röse

10.11. Gudrun Hellwig

11.11. Marlies Klötzner

13.11. Grete Röhsler

15.11. Elisabeth Kleimann

15.11. Robert Nickel

16.11. Hans-Gerhard Avenarius

19.11. Doris Mosig

22.11. Ursula Stemmert

23.11. Brigitte Vaupel

27.11. Karl-Heinz Lübeck

28.11. Ulrike Dörrbecker

29.11. Sigrid Baier

Herzlichen Glückwunsch allen Jubilaren!

 

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema Osteoporose.